22.10.2011 - Herren I - SV Bad Düben & SV Germania Hormersdorf
Geschrieben von: Kevin Brunner   
Montag, den 24. Oktober 2011 um 09:01 Uhr

Am 22.10.2011 versammelten sich die Spieler der ersten Herrenmannschaft zu Ihren ersten Heimspielen der noch frischen Saison in der Darwin-Schule.

Eigentlich sollte es ein erfolgreicher Spieltag werden – eigentlich. Er wurde zum schlechtesten Heimspieltag in der Geschichte dieser Mannschaft. Man kann es gleich vorweg nehmen, wir haben beide Spiele knapp 2:3 verloren. Noch nie haben wir beide Heimspiele an einem Tag verloren. In der Börsenbranche bezeichnet man solche Einbrüche als „Schwarzen Montag“.

Im ersten Spiel empfangen wir den Aufsteiger aus Bad Düben. Aufgrund ihres Sieges in Hormersdorf waren wir vor ihnen gewarnt. Darauf eingestimmt begannen wir euphorisch unser Spiel und konnten auch den ersten Satz relativ deutlich für uns entscheiden.

Im zweiten Abschnitt hatten wir eine komfortable Führung von zwischenzeitlich 6 Punkten, welche zum Ende des Satzes immer weiter schmolz. Wir vermochten allerdings auch diesen Satz mit einem knappen 25:23 zu einer 2:0 Satzführung für uns zu verbuchen.

Den Aufschwung aus dem zweiten Satz nutzten unsere Gäste um wieder in das Spiel zurückzufinden. Immer wieder setzte der Zuspieler der Bad Dübener seine Mitten gekonnt in Szene und wir fanden kein Mittel, diese zu bekämpfen. Wie ein böses Gewitter schlugen die Angriffe unmittelbar vor den Füssen der Feldverteidigung ein. Anweisungen den Block zu verschieben oder die Verteidigung den Angriffen anzupassen nutzten nichts. Weiterhin konnten wir nicht mehr, wie in den ersten beiden Sätzen unseren K 1 immer in Erfolge umwandeln. So verlief der dritte Satz bis zum 25:24 für uns auf Augenhöhe, bis eine unglückliche, aber richtige Schiedsrichterentscheidung uns aus dem Ruder warf und wir diesen Satz mit 28:26 abgeben mussten. Bad Düben war zurück im Spiel und wir fanden nicht wieder zu unserer Stärke der ersten beiden Sätze zurück. Auch eine Änderung der Aufstellung im fünften Satz vermochte nicht für frische Impulse zu sorgen. Der Trainer brachte die Aufstellung, welche vor einer Woche bei Turbine den fünften Satz zu unseren Gunsten entscheiden konnte. Es nutzte nix – keiner der Spieler konnte das Spiel an sich reisen und entscheidende Akzente setzen. Im ersten Angriff verhielten wir uns wie die Aufsteiger und brachten diesen einfach nicht im gegnerischen Feld unter. Entweder wurde der Angriff abgebrochen oder der Angriff genau auf die fast immer richtig stehende Abwehr geschlagen. So gaben wir einen fast sicher geglaubten Sieg nach einer 2:0 Satzführung noch ab.

Im zweiten Spiel sollten wir es mit den Spielern aus Hormersdorf zu tun bekommen. Letzte Saison bekamen wir zwei bittere Niederlagen eingeschenkt, für welche wir uns dieses Mal revanchieren wollten. Weiterhin waren wir nach dem ersten Spiel des Tages motiviert unseren Zuschauern eine Entschädigung zukommen zu lassen.

Eine Änderung im Zuspiel brachte neue Impulse in die Mannschaft und wie ein Hurrikan fegten wir durch den erste Satz und konnten diesen mit 25:17 nach Hause blasen. Es zog wieder etwas Sonne auf die Gesichter unserer Spieler. Aber anstatt den Wind zu nutzen kam es an diesem Tag noch schlimmer. Satz 2 und 3 wurden regelrecht „verschenkt“. Es musste was passieren. Der Trainer brachte wieder Daniel aufs Zuspiel und sieh an, wir gewannen den vierten Satz erneut unter zwanzig Gegenpunkten. Nur nichts ändern, dem Gegner den Wind aus den Segeln nehmen und dieses Spiel mit der gleichen Aufstellung beenden. Bis zum Seitenwechsel beim Stande von 8:5 für uns war auch alles in Ordnung. Aber erneut vermochten wir es nicht unseren K1 zu verwerten. Schlechte Annahme, keine Abstimmung im Annahmeriegel, ungenaue komplizierte Zuspiele oder unmotivierte Abschlüsse machten den Worst-Case an diesem Tag perfekt.

Wie begossene Pudel nach einem Tsunami standen wir in der Halle und fanden keine Erklärung für die mittlere Katastrophe.

Zum Glück waren es nur Volleyballspiele und keine Naturgewalten, die uns kurz ins Wanken brachten.

In der Saison 2006/07 gab es einen solchen „Schwarzen Tag“ schon einmal bei Helbersdorf, wo sie ihren ersten Heimspieltag mit zwei Niederlagen abschlossen. Am Ende der Saison standen sie auf dem ersten Platz in der Tabelle - mal sehen.

René

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. November 2011 um 20:04 Uhr
 
 
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